Rückblick auf das WPSA-Seminar zu Fütterung und Haltung von Legehennen
Am 4. Februar 2026 veranstaltete die WPSA Austria im Rahmen des Geflügelkongresses in Graz ein Fachseminar zu aktuellen Themen der Legehennenfütterung und -haltung. Die Veranstaltung fand in der Seifenfabrik Graz statt und war gut besucht.
Nach der Begrüßung durch Dr. Peter Mitsch, Vize-Präsident der WPSA-Austria, und der Moderation durch Mag.ª Polina Weghofer (QGV) spannten die Fachvorträge einen breiten Bogen von Fütterung über Tiergesundheit bis hin zur Haltung.
DI Walter Emathinger (ehemals Fixkraft) beleuchtete die besonderen Anforderungen und Zielkonflikte der Bio-Legehennenfütterung.
Dr. Christine Potthast (dragon feed CONSULTING) zeigte auf, welche Rolle Mykotoxine als häufig übersehene Leistungsbremse im Legehennenstall spielen.
Viktoria Weissenböck (Vetmed Wien) stellte aktuelle Ergebnisse aus dem Brustbeinprojekt zur Optimierung der Haltung vor.
Abschließend gab Dr. Peter Mitsch (Tierarzt GmbH Dr. Mitsch) ein Update zu Entwurmungsstrategien und zur Impfung gegen infektiöse Bronchitis.
Die lebhafte Diskussion im Anschluss unterstrich die Relevanz der behandelten Themen und den hohen Stellenwert des Austauschs zwischen Forschung, Beratung und Praxis.

EAAP Kongress in Innsbruck 25.-29. August 2025 Sitzung 19 unter Federführung der WPSA Austria: „Optimising health for improved welfare in poultry”
Kurzfassung Die Sitzung beleuchtete aktuelle Entwicklungen zur Verbesserung von Tiergesundheit, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit in der Geflügelproduktion. Thematische Schwerpunkte lagen auf agroökologischen Haltungsansätzen, genetischer Anpassungsfähigkeit, Präzisionsernährung sowie innovativen Konzepten im Gesundheits- und Verhaltensmanagement.
Präsentiert wurden u.a. Ergebnisse zu alternativen Proteinquellen (Microalgae, Insekten), Einsatz von Pickblöcken als Verhaltensanreicherung, Strategien zur Reduktion von Antibiotikaeinsatz sowie neue Diagnose- und Monitoringansätze, einschließlich Bakteriophagen-Therapie und modellgestützter Verhaltensanalysen. Studien zeigten zudem, dass angepasste Ernährungskonzepte zur Leistungsoptimierung beitragen und gleichzeitig Emissionen reduzieren können.
Insgesamt zeigte die Sitzung, dass Tierwohl, Gesundheit und Produktivität keine Gegensätze darstellen, sondern durch integrierte, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen gemeinsam verbessert werden können.
Den ausführlichen Bericht von Univ. Prof. Dr. Martin Gierus finden Sie hier Gierus_Session 19 Summary_Dt
